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Whey Protein vs. Vegan Protein (Erbse, Reis & Co.)

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Proteinpulver gehören wie die meisten schon vermutet haben zu den beliebtesten Sportsupplements überhaupt. Im Kraftsportbereich ist es definitiv das beliebteste Supplement. Vor allem im Bodybuilder haben sich Protein Shakes mittlerweile als Standard etabliert.

Mittlerweile gibt es hunderte wenn nicht sogar über 1000 verschieden Proteinpulver die am Markt sind. Jede Supplement Firma hat meistens sogar mehrere im Sortiment. Angefangen vom allgemeinen Bestseller dem Whey Protein, welches es wieder in den verschiedensten Formen gibt bis hin, bis hin zum veganen Protein auf pflanzlicher Basis.

Bei einer so großen Auswahl kann man schnell den Überblick verlieren. Zudem kommt die Frage auf: Warum gibt es so viele unterschiedliche Proteinpulver und welches Protein ist jetzt wirklich am besten?

Können überhaupt die neuen pflanzlichen Alternativen mit dem klassisches Whey Protein mithalten?

Die Unterschiede im Überblick

Um die Frage Whey Protein vs. Veganes Protein klären zu können müssen wir uns zuerst einmal ansehen was ein gutes Proteinpulver können muss. Es gibt verschiedene Aspekte die vor dem Kauf beachtet werden müssen, da es maßgeblich unterschiede gibt.

Proteingehalt

Der wichtigste und grundlegendste Aspekt eines Protein Pulvers ist logischerweise der Protein Gehalt. Wir kaufen Protein Pulver damit wir Protein bekommen. Es gibt viele Anbieter die ihre Pulver als Protein Pulver betiteln aber der Protein Anteil unter 50% liegt. Das ist unseres Erachtens das Geld nicht wert und erfüllt auch nicht den zweck eines Protein Pulvers.

Die meisten Whey Protein Pulver haben einen Anteil von mindestens 75g Protein auf 100g. Das ist beachtlich und darf ist definitiv ein guter Wert für ein Protein Pulver. Manche haben sogar einen Anteil von knapp 90%, wie z.B das ISO Whey von ESNSomit bekommt man bei fast allen Whey Protein Sorten einen hohen Proteingehalt. Es gibt kein uns bekanntes Whey Protein welches einen geringen Gehalt an Protein besitzt.

Bei den veganen Protein Pulver muss man genauer hinsehen. Es gibt viele pflanzliche Protein Pulver welche einen verhältnismäßigen geringen Anteil an Protein besitzen. Dazu gehören unter anderem Hanf Protein, Mandel Protein und Lupinenprotein. Diese sind eher suboptimal und liefern vergleichsweise viel weniger Protein.

Deshalb sollte man bei veganen Pulver unbedingt zu Reis, Erbse oder zumindest Mischvarianten greifen. Diese haben oftmals einen Eiweissanteil von 75% bis 85% und können somit mit dem Whey Protein locker mithalten.

Sofern man bewusst kauft gibt es somit einen Unterschied bzw. Nachteile wenn man vegane Protein Pulver mit Whey vergleicht.

Proteinqualität

Eines der Hauptargumente was viele verwenden wenn sie sich für Whey Protein entscheiden ist die höhere Proteinqualität. Damit ist konkret die Zusammensetzung des Protein mit den verschiedenen Aminosäuren gemeint.

Wenn man sich das Aminosäurenprofil von Whey ansieht und Erbse vergleicht gibt es kaum signifikante Unterschiede. Vor allem Leucin, was maßgeblich die Proteinbiosynthese ankurbelt ist auch in hohem Maße in Erbse enthalten. Bei veganen Proteinpulver mit mehreren Komponenten braucht man sich ohnehin keine Sorgen machen, diese habe meist ein sehr gutes und ausgeglichenes Aminsoäurenprofil.

Bodybuilder Protein

Zudem ist dieses Argument insofern schwach, da man über den Tag verteilt ohnehin verschiedenste Proteinquellen aufnimmt und man somit nie von einer Aminsoäure zu wenig bekommt. Auch wenn eine Mahlzeit oder ein Shake ein sehr konzentriertes Aminosäurenprofil hat ist es auf den ganzen Tag betrachtet egal, da es es sich ohnehin durch andere Mahlzeiten ausgleicht.

Löslichkeit

Einer der wichtigsten Punkte, neben dem Geschmack, wenn es um den Genuss geht ist die Löslichkeit. Ein Protein Pulver sollte sich idealerweise vermengt mit etwas Wasser nach wenigen Sekunden schütteln sehr gut lösen.

Whey Protein ist bekannt für seine Cremigkeit und sowie allgemein gute Konsistenz. Jeder der schon einmal Whey Protein getrunken hat weiß, dass es sich sehr gut trinken lässt somit gehen wir nich näher auf das Molkeeiweiss ein.

Bei den pflanzlichen Proteinen gibt es wieder wie beim Proteinanteil riesengroße Unterschiede was die Löslichkeit betrifft. Erbsen- & Sojaprotein genauso wie Mischungen aus mehreren Komponenten lösen sich meist sehr gut. Auf der anderen Seite gibt es Sorten wie reines Reis oder Hanfprotein welche sich kaum lösen. Diese schmecken sehr sandig und der Konsum ist meistens sehr unangenehm.

Deshalb empfiehlt es sich auch hier ein pflanzliches Protein auf Erbsenbasis zu wählen.

Auch hier sollte man genau nachsehen welche Hauptkomponente sich im pflanzlichen Protein befindet, da diese maßgeblich über die Konsistenz entscheid.

Verträglichkeit

Schlussendlich müssen wir uns den gesundheitlichen Aspekten widmen und gibt es einen riesengroßen Aspekt den wir auf keinen Fall vernachlässigen dürfen. Die Verträglichkeit ist ausschlaggebend ob wir ein Produkt überhaupt über einen längeren Zeitraum verwenden können oder nicht. Da Proteinpulver nahezu täglich konsumiert wird sollte es definitiv eine optimale Verträglichkeit besitzen.

Whey Protein ist grundsätzlich am schwersten verdaulich, da unser Körper nicht die nötigen Enzyme besitzt um es vollständig abzubauen. Vor allem Milchzucker in Form von Lactose ist für meisten Menschen ein großes Problem. Hier treten häufig  Komplikationen und Beschwerden im Verdauungsbereich auf. Mittlerweile gibt es auch lactosefreies Whey Protein oder Varianten die mit dem Enzym Lactase angereichert werden. Aber diese sind meist sehr teuer.

Darüber hinaus kann es nicht nur Verdauungsbeschwerden sondern auch zur Verschlechterung des Hautbildes führen. Dies äußert sich meist in Pickeln oder verstärkter Akne. Ein äußerst unangenehmer Nebeneffekt.

Pflanzliche Proteinpulver hingegen überzeugen durchwegs mit hoher Verträglichkeit. Sofern keine Allergie (z.B bei Nüssen) besteht lassen sich alle pflanzlichen Protein Pulver ausgezeichnet verdauen. Sie besitzen auch natürliche Ballaststoffe welche eine gesunde Verdauung unterstützen.

Lediglich bei Soja Protein ist etwas schwerer verdaulich und es kann in äußerst seltenen Fällen auch zu allergischen Reaktionen kommen.

Empfehlung

Unter Anbetracht der oben genannten Aspekte empfehlen wir ganz klar das vegane Proteinpulver von Gym Pro. Das Pulver des deutschen Unternehmens überzeugt mit einem äußerst hohem Proteingehalt von 85% basierend auf Erbse und Reis.

Somit hat es nicht nur einen hohen Proteinanteil sondern auch eine hohe Proteinqualität.

Geschmack und Löslichkeit sind zudem auch ausgesprochen gut es lässt sich sehr gut mit Wasser trinken. Natürlich kann es auch in Smoothies geben. Dabei wird auch auf künstliche Zusatzstoffe verzichtet was uns besonders gut gefällt.

Zusammenfassung

Obwohl Whey Protein das beliebteste Protein Pulver ist würden wir davon abraten, da eine Vielzahl an veganen Protein Pulvern einfach besser ist. Vor allem wenn es um Verträglichkeit, Nachhaltigkeit und allgemeine gesundheitliche Aspekte hat beispielsweise ein Erbsenprotein auf jeden Fall die Nase vorn.

Geschmacklich gibt es zwar negative Erfahrungen mit veganen Proteinpulvern jedoch sind schon viele Hersteller auf die Kritik eingegangen und bieten geschmacklich sehr gute Alternativen.

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